Wie haben sich soziale Netzwerke entwickelt? Und was macht einen Bundesrat zum Volkshelden? Diesen Fragen geht das Historische Museum Olten ab dem 13. November 2025 bis am 19. April 2026 mit gleich zwei Sonderausstellungen nach. Im Zentrum stehen die Geschichte sozialer Sicherheit sowie der erste Arbeiter in der Landesregierung, Willi Ritschard. In der Doppelausstellung können an bestimmten Stellen buchstäblich die Seiten gewechselt und spannende Bezüge zwischen den beiden Themen entdeckt werden.

Am 13. November 2025 eröffnete das Historische Museum Olten gleich zwei neue Sonderausstellungen. Die Ausstellung «sozial & sicher» beleuchtet die Entwicklung sozialer Auffangnetze vom 18. Jahrhundert bis heute. Soziale Absicherung ist nicht selbstverständlich, doch ihre Notwendigkeit besteht seit Jahrhunderten. Das Historische Museum Olten bietet ausgehend vom 18. Jahrhundert einen Einblick in jene Netzwerke, die vor allem die Absicherung in Notsituationen gewährleisten sollten. In einem grossen Bogen wird die Entwicklung sozialer Netzwerke in Olten, im Kanton Solothurn und in der Schweiz bis zur letzten Abstimmung zur Einführung der 13. AHV-Rente nachgezeichnet.
Ein Bundesrat aus dem Volk
Die zweite, vom Museum Wasseramt in Halten übernommene Schau «Willi Ritschard. Volksnah, charismatisch, sensibel» ist dem Bundesrat Willi Ritschard gewidmet. Der Sozialdemokrat aus dem Kanton Solothurn war der erste Arbeiter in der Landesregierung. Sein politischer Werdegang, sein Engagement und seine Nähe zum Volk bieten Einblicke in die Mechanismen der Schweizer Demokratie und das «Funktionieren» des Staates.

Spannende Berührungspunkte
«Thematisch gibt es zwischen der Biografie Willi Ritschards und dem Entstehen der heutigen Sozialwerke spannende Berührungspunkte, gerade auch für Olten», meint Luisa Bertolaccini, Leiterin des Historischen Museums Olten. An ausgewählten Stellen können Besucherinnen und Besucher in die jeweils andere Ausstellung wechseln, um die Zusammenhänge zwischen den beiden Themen zu entdecken.
pd






